Gedanken zum 1. Sonntag nach Epiphanias, 10.01.2021
O König aller Ehren (EG 71)
Ich ermahne euch also, Brüder und Schwestern, kraft der Barmherzigkeit Gottes, eure Leiber als lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen - als euren geistigen Gottesdienst. Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene!

Denn aufgrund der Gnade, die mir gegeben ist, sage ich einem jeden von euch: Strebt nicht über das hinaus, was euch zukommt, sondern strebt danach, besonnen zu sein, jeder nach dem Maß des Glaubens, das Gott ihm zugeteilt hat! Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als Einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören. Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade.
Römer 12,1-6
„Ich habe schon alle Weihnachtssachen weggeräumt“, sagt eine Bekannte in dieser Woche. „Dieses Jahr lasse ich alles bis Lichtmess stehen!“, sagt eine andere voller Überzeugung. Die eine zieht es nach vorn, die andere möchte noch so lange es geht das stimmungsvolle glänzende Licht von Weihnachten bewahren.
Menschen sind verschieden. Was für den einen gerade dran ist, kann für den anderen undenkbar und eine Zumutung sein, angefangen von Kleinigkeiten des Alltags bis zu tiefgehenden grundsätzlichen Ansichten und Überzeugungen. Wir erleben das gerade unter uns im Blick auf Verhaltensweisen und Meinungen im Umgang mit der Pandemie.
Der Apostel erlebte die Auseinandersetzungen um die richtige Sicht der Dinge in seiner Zeit auf seine Weise. Meinungen prallen aufeinander, Prägungen bis zu Glaubenshaltungen. Paulus ist sich allerdings sicher: Jeder Mensch lebt nicht zuerst von dem, was er selbst glaubt. Jeder Mensch lebt, weil Gott an ihn und seine Fähigkeiten glaubt. Was wir tun, tun wir dabei nie für uns allein, sondern immer im Zusammenhang mit den Menschen, mit denen wir leben. Welche Haltung wir einnehmen, wie wir leben, ist darum immer neu auszumessen an dem, was Gott für unser gemeinsames Leben gedacht hat.
Für Paulus ist es nicht schlimm, dass Menschen verschieden sind. Im Gegenteil: Gott gibt Menschen verschiedene Anlagen und Begabungen. Paulus sieht die, an die er schreibt, trotzdem als eine Einheit. In dieser Einheit ist einer auf den anderen bezogen. Keiner steht über dem anderen. Für Paulus zeigt sich so das gemeinsame Leben in und mit Christus. Es zeigt sich weniger in unverrückbaren Überzeugungen, sondern darin, wie wir im Alltag miteinander zu leben versuchen.
In den alten Liedern der Epiphaniaszeit wird Christus als der gute Stern, der Morgenstern, der Hoffnungsträger beschrieben, der über unserem Leben steht. Die Advents- und Weihnachtssterne, die wir jetzt noch ein paar Tage oder Wochen von Weihnachten her in unseren Häusern leuchten lassen, die Kerzen, die wir ganz bewusst noch zu Hause anzünden, sind weihnachtliche Zeichen für das Kind in der Krippe. Sie sind darüber hinaus Zeichen für Christus, der uns mit seiner Wahrheit auf noch ganz andere Weise verbindet und mit uns mit in das neue Jahr geht.

Starker und barmherziger Gott, wir vertrauen:
Du bist auch am Beginn dieses Jahres an unserer Seite.
Dir vertrauen wir uns und unser Leben mit allem, was uns bewegt, an.
Wir bitten um Hilfe für die, die erkrankt sind oder an den Folgen ihrer Krankheit leiden,
für die Kinder in den Notbetreuungen und ihre Erzieherinnen,
für die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und alle, die Schule wieder anders gestalten müssen
und für alle, die die Einschränkungen des Lockdowns besonders spüren.
Wir bitten für die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Demokratie.
Wir bitten dich für uns selbst und unsere Gesellschaft um neues Vertrauen, Respekt voreinander und Gerechtigkeit.
Wir vertrauen dir die an, die unter Unwettern und Überschwemmungen, unter Sturm oder Schnee leiden und bitten für sie um Hilfe.
Wir bitten für alle Menschen, die durch Naturkatastrophen oder Krieg alles verlieren oder in Not geraten sind.
Jesus Christus, du bist das Licht der Welt, der Stern, dem wir folgen, das Wort, das uns hilft.
Wir danken dir und loben dich mit dem Vater im Heiligen Geist,
heute und in diesem Jahr und bis in deine Ewigkeit.
Amen
Erfreue dich, Himmel (SvH O6)
Gesang: Gabi Selbmann
Andacht: Pfarrerin Barbara Schmidt
Technik: Volker Löffler, Andreas Unger
Meine Zeit steht in deinen Händen.
Psalm 31, 16a

Eine Andacht für den Silvesterabend von Pfarrerin Barbara Schmidt
Die Kirchgemeinde Gersdorf wünscht ein gesegnetes neues Jahr.

Jahreslosung 2021
Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Lukas 6,36
Wir wünschen gesegnete Weihnachten!
Hier finden Sie eine in diesem Jahr besondere Form der Gersdorfer Christvesper zum Mitfeiern. Wir laden herzlich dazu ein.
Download oder Ansehen auch unter Film (HD, 2,5 GB) oder Film (DVD, 610 MB)
Wir sind dankbar für Spenden - Überweisung auf unser Konto bei der KD Bank Dortmund, IBAN: DE68 3506 0190 16836 00039. Wie in jedem Jahr erbitten wir die Spenden für Brot für die Welt und für unsere Gemeinde. Bei der Überweisung bitte den Zweck angeben.
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